Samstag, 30. März 2013

So viele schöne Osterhasen...

...seh ich heute in den Blogs.

Deshalb zeige ich euch auch mein Nest, das ich mit viel Liebe nach einem Tutorial von hier genäht habe und das schon vor einigen Tagen einer lieben Freundin übergeben wurde. Die Hasen gehen darin zwr etwas unter, aber dafür hat man auch gleich was zum Suchen!
Morgen geht auch noch ein solches an die Schwiegerfamilie und dann ist es mit Ostern auch schon wieder vorbei.

In diesem Sinne, wünsch ich euch allen einige erholsame Feiertage, gutes Essen und fröhliche Verwandte :)







Mittwoch, 27. März 2013

Die ersten Werke und wie es dazu kam

Okay, also die selbstgefafferte Schneiderpuppe war bei uns eingezogen und durfte auch bald die ersten Erfolge präsentieren.
Ich muss zugeben, ich verwende die Puppe (sowohl unser Bastelwerk als auch die Neue, die Professionelle - wie das klingt...) hauptsächlich zum Präsentieren der Klamotten. Das Abstecken, Kontrollieren und Ändern der Werke erfolgt stets in einem akrobatischen Akt der Selbstvernadelung, zu dem ich mich wegen des Entblätterns nur von Mai bis September hinreißen lasse, sonst friere ich dabei zu sehr. Deshalb nähe ich im Winter so wenig Kleidung :)

Apropos Kleidung: als ich vor ca. 2 Jahren mit dem Nähen begonnen habe, dachte ich überhaupt nicht daran, Shirts oder Kleider zu nähen. Ich begann mit Polsterhüllen, einer Patchworkdecke für die Couch und anderen mehr oder weniger sinn- und zweckfreien Platzvernichtern. Das kam daher, dass ich zuerst nicht um des Nähens Willen nähte, sondern um das Projekt "Jenny braucht ein Hobby" zu einem glücklichen, friedvollen Ende zu bringen. Der bM ist ein sehr facettenreicher Mensch mit vielen Hobbies, dem meine wiederkehrenden Phasen hyperaktiver Unbeschäftigtheit die wohlverdienten Entspannungswochenenden raubten. Also starteten wir besagtes Projekt.

Ich schrieb Tagebuch und Geschichten, fädelte Perlenketten, 




baute Gelände für unser Tabletop-Game



knetete Fimo, 
zeichnete 
und besuchte einen Volkshochschulen-Malkurs. 


Allesamt von kurzer Dauer und mäßigem Erfolg geprägt.

Als ich kurz davor war, meine Seidenmalfarben wieder raus zu kramen, stieß ich auf meine alte Nähmaschine und schneiderte einen dringend gebrauchten Würfelbeutel für unsere 300 Würfel.
Da erwachte dieses kleine, herrliche Kribbeln in meinem Herzen, das sich seither immer meldet, wenn ich schöne Stoffe streichle, in Knöpfen wühle, Stickgarne sortiere und die Maschine rattern höre.

Also ran an alle einfachen Projekte, die die Handbücher hergeben. Aber ehrlich, wie viele Kissen und Decken braucht der Mensch??



Und weil ich gerne Dinge erschaffe, die man wirklich brauchen kann, war der nächste Schritt ein Shirt. Da mir keiner gesagt hat, dass Jersey schwierig zu verarbeiten sei, startete ich direkt damit und hatte nie Probleme. :)
Die ersten Shirts schneiderte ich nach einem Burda Young Fashion-Schnitt (7742), den ich völlig erfahrungsfrei in der Taille enger zeichnete und bis heute so benutze.
Hat gut geklappt und es sind viele Modelle nach diesem Schnitt entstanden.

Bunte Shirts


Sehr bunte Shirts




Und eindeutig zuuuu bunte Shirts



Das Chaos im Hintergrund der Bilder müsst ihr entschuldigen, ignorieren oder aufräumen kommen. :)

So kam es also zu den ersten Sanduhr-Shirts.

Sonntag, 24. März 2013

Die Sanduhr und die Maßkonfektion

Es ist ja nicht so, dass ich vor dem Selber-Nähen nicht auch schon anderes probiert hätte.
Es gibt ja diese Internet-Maßkonfektionsschneidereien (YourT*iler und Co), die anbieten, wunderbare Wäsche nach den selbst- oder fremdgemessenen Maßen anzupassen.
Also hab ich mich prompt vom bM (besten Mann) abmessen lassen (das selbe bei ihm, er hat es mit 2 Metern Körpergröße auch nicht gerade leicht mit Kleidern von der Stange) und schon waren zwei Blusen und zwei Hemden bestellt.
Was soll ich sagen? Nach zwei Tagen - ein Anruf der Schneiderei, ob denn die geschickten Maße auch wirklich stimmen, das sähe so seltsam aus. Also wieder zurück ans Maßband, nachmessen, ja stimmt. Also wieder retour gerufen und bestätigt, dass ich tatsächlich so seltsam aussehe. (Super für's Selbstbewusstsein...)
Schneiderei resigniert und schneidert.
8 Wochen später (die Blusen und Hemden müssen per Hand genäht worden sein, mit verbunden Augen und nur mit der linken Hand) kam das Päckchen endlich an.
Uuuund? Traurig war das Ergebnis - schön war, dass wir beide drüber lachen konnten.
Meine Blusen waren an der Oberweite okay, an der Taille solala und an der Hüfte? Kann ich nicht sagen, sie hörten ungefähr beim Bauchnabel auf (und ich bin mit 1,68 genau im europäischen Damenmode-Mittelmaß, also echt kein Riese).
Also leider untragbar und damit schade ums Geld, den Aufwand und die Wartezeit.
Richtig gelacht haben wir aber bei den Hemden des bM. Seine Ärmel reichten knapp bis über die Knie, dafür waren auch seine Hemden bauchfrei. Er meinte, er hätte gerne eine Zeichnung von den Schneidern, die zeigt, wie sie glauben, dass er aussieht - es müsste wohl ein OrangUtan sein.
Seine Hemden haben wir zurück geschickt mit dem Hinweis, dass das wohl ein Witz sein müsste und wieder 8 Wochen später kam doch tatsächlich passendes Obergewand für ihn an - welche Freude.
Bei mir hat das allerdings nicht geklappt, also blieb mir nichts anderes übrig, als mal selbst ran zu gehen.
Und das Erste, das ich dafür un-be-dingt brauchte, war eine Schneiderpuppe.
Da ich gar nicht erst versucht habe, eine Puppe zu finden, die man in meine seltsamen Maße schrauben kann und wir beide Bastler sind, haben wir an einem Samstag nachmittag die Klebebandrollen ausgepackt und mich eingegaffert. (Nach der Anleitung von hier, wahrscheinlich allseits bekannt)
Ich muss sagen, auf die letzten Meter hab ich dann schon mit der Atemnot gekämpft, es ist ein komisches Gefühl, in 6 Schichten Klebeband zu stecken.
Ich war froh, als die Schere angesetzt wurde, um mich aus meinem Gaffakorsett zu befreien. Danach hab ich die Inhalte zweier kompletter Riesen-Couchpolster hineingestopft, nur um nach dem Zukleben festzustellen, dass ich zwar schon weiblich geformt bin, es aber wohl zu gut gemeint habe - überall standen Beulen und Rundungen raus, die da nicht hingehören - also wieder chirurgisch geöffnet und Füllung entfernt. Ergebnis:

Ein bisschen verbeult und schief, aber für meine Zwecke durchaus brauchbar.
Das nächste Mal zeig ich dann meine Erstlingswerke auf der Puppe.

PS: Mittlerweile hab ich auch eine echte, verstellbare Puppe, aber das ist eine andere Geschichte...

Freitag, 22. März 2013

Herzlich Willkommen hier im Chaos-Komma-Wunderland!

Heute ist es soweit, heute starte ich meinen Näh- und Stick-, Bastel- und Back-, Lebens- und Liebens, Hobby- und Herzenblog! Kurz: Herzlich Willkommen im Chaos!

Ab heute erzähle und zeige ich hier, was mir so von der Nadel hüpft, was gelingt (und vielleicht auch, was nicht so gelungen ist), was mir gefällt und was mich nicht so glücklich macht.


Zum Titel des Blogs hab ich in der Beschreibung schon ein paar Worte geschrieben, hier noch mal etwas ausführlicher.
Ich bin ein Mädel mit klassischer Sanduhr-Figur: viel Oberweite, schmale Taille und ausladende Hüften (das war jetzt die schmeichelnde, malerisch romantische Beschreibung...man könnte auch sagen breiter Hintern :) ).
Das fände ich an sich gar nicht so schlecht, denn an sich ist das - hat frau erst mal die Schulzeit hinter sich gebracht - eine nette Figur. 
ABER man kann einer Sanduhr EINFACH KEINE Hose anziehen! Glaubt mir, ich probiere es täglich wieder und es ist einfach nicht schön.
Da es aber in dieser, unserer modeverirrten Alles-oder-Nichts-Welt hauptsächlich Wäsche für nur-große-schlanke oder nur-kleine-schlanke oder nur-kleine-breite oder nur-große-breite Frauen gibt und nix dazwischen, bin ich dazu übergegangen, mir meine Kleider selbst zu nähen. Ich hab das Nähen nicht in der Schule oder Lehrer gelernt und hantel mich mittels Try-and-Error von Shirt zur Rock und von Kleid zu Hose. Manchmal gibt es allseits bekannte TfTs (Teile für die Tonne), aber meistens bin ich doch ganz glücklich mit meinen Kreationen.

Und das Schneidern ist mittlerweile zu einem meiner liebsten Hobbies geworden, dessen kreative Ergüsse ich gerne mit der Welt teilen möchte.
Außerdem folge ich schon lange einigen Nähblogs und glaube, dass ich mich in dieser freundlichen, offenen und kreativen Community bald zu Hause und gut aufgehoben werden fühle - auch wenn ich geografisch recht weit weg bin von meinen "verfolgten" Blogs - der Mittelpunkt meiner kleinen Welt ist im schönen Wien. Vielleicht gibt es ja aber auch mehr Wiener Näherinnen als ich bisher weiß?

Die Hardfacts für die, die Bescheid wissen:
Mein Nähzimmer beherbergt derzeit eine Brother Innovis Laura Ashley 2200 und eine Brother 1034D Overlock. Sowie natürlich Berge von Stoffen, für die es so manche Pläne gibt, 160 Rollen Stickgarn und jede Menge Zeug, das ich un-be-dingt brauche :)

In nächster Zeit werde ich hier im Blog sicher noch viel lernen und verändern, fehlende Fotos ergänzen und mich mit den Einstellungen spielen, aber vorerst gilt einmal:
Herzlich willkommen und schön, dass du vorbeischaust.

Alles Liebe und gute Nacht,
Jenny

PS: Hier gilt natürlich wie in jedem Blog: Ich freu mich immer über nette Worte, freundliche Kommentare, fröhliche Bemerkungen und alles, was ihr mir zu sagen habt.