Mittwoch, 21. Mai 2014

Olle Kamellen - von wegen!

Olle Kamellen, werdet ihr jetzt denken - aber von wegen.

("Olle Kamellen" sagt in Österreich übrigens keiner, aber ich dachte mir, multilinguale Blogs sind ja grad total modern :) )

Ich verspreche, das ist jetzt der letzte Post zum Thema "Matrosen-Stewardess-Rock", aber heute musste ich ihn einfach anziehen, weil es ja noch keine Tragefotos vom verbesserten Modell gibt.

Also, ich präsentiere hier NEU, BESSER und GERN getragen: Der Matrosenrock mit Abnähern und innenliegendem Formbund.

Der Rest ist schon in den letzten Postings erklärt worden, heute gibt es nur ein kurzes Freu-Posting am MeMadeMittwoch.

JUHUU! Hier gleich ein kleines Tänzchen.

 

Und Oh Schreck - sind eure Beine auch so weiß?? Also Solarium-verweigerin brauch ich immer bis August, um halbwegs herzeigbare Beine zu haben...sind eure schon ausgehtauglich?

PS: Ich trage den Rock heute auf Anraten ohne Strumpfhose und er krabbelt tatsächlich nicht so viel...ist wohl ein richtiger Sommerrock.

PPS: Jetzt bin ich grad wieder am Zweifeln, ob diese Länge wirklich die richtige für mich ist...irgendwie alte-Tanten-Rock, oder? Hach, irgendwas findet man doch immer...

Montag, 19. Mai 2014

Die Rock-Rettungs-Mission

So Mädels (wenn sich hier auch Jungs herverirren, dürfen sie sich jetzt melden...),

wie angekündigt, bin ich meinem Matrosen-Stewardess-Rock noch mal an den Kragen - ähm, an den Bund - gegangen.

Für alle, die hier neu einsteigen und erst seit heute mitlesen, das hier ist der Problemrock und hier ist die Geschichte dazu.


Her mit dem Auftrenner, ran mit der Schere....hach, war das ein Herzschmerz...insgesamt musst ich drei (wunderbar akkurat genähte *seufz*) Nähte auftrennen. Die Letzte war dann die Overlocknaht, mit der ich Rockoberkante und die Bundkante versäubert hatte.

Hier sehr ihr die Leiche.



Dann habe ich Abnäher an den nicht-existenten Seitennähte (also an der Hüfte links und rechts) geformt - während ich den Rock getragen habe...gar nicht so leicht.
Am Bauch und am Rücken hat der Rock dann gut gepasst, also hab ich dort nichts verändert.
Der letzte Schritt war dann der innenliegende Formbund, den ich der Einfachheit halber diesmal aus dem Rock selber heraus konstruiert habe. D.h. ich habe den oberen Teil des Rockes (ca. 6 cm) "abgepaust" und daraus dann den Bund konstruiert.
Dran genäht und unten rum nur gelockt, damit sich möglichst nichts durchdrückt.


Und dann ran ans Püppi und tadaaa! 
Sitzt, passt, hat Luft und begeistert mich.
Ich finde, der Rock sitzt jetzt richtig gut und trifft genau meinen Geschmack. Herrlich.

 

Zwei Sachen möchte ich hier nicht unerwähnt lassen:

1. Natürlich ging es nicht so leicht, wie es hier jetzt aussieht:
  • nach dem Bundabtrennen ist mir der Zipper rausgerutscht und ich habe bange Minuten mit dem Versuch zugebracht, das Teil wieder dort hin zu schieben, wo es hingehört (wohlgemerkt, während ich das Ding anhatte, Zipp nach vorne gezogen und unterhalb meiner Oberweite - daher beinahe blind - rumgefummelt. Sehr sehenswert...)
  • Nachdem das geschafft war, ist mir aufgefallen, dass ich kein passendes Nähgarn für die Abnäher habe. Also musste ich abwarten und am nächsten Tag erst mal ins Nähcenter fahren und mir neues Garn besorgen. Dort hab ich dann mit Fachbeistand der lieben Sabine entdeckt, dass das passende Garn für den Rock eher dunkelgrau als dunkelblau ist.
  • Und zu guter Letzt stimmte die Steppnaht des neuen Formbunds nicht mit der ursprünglichen Rocklinie überein und alles wirkte schief...
Aber was soll ich sagen - irgendwie genieße ich die Tüffteleien und Basteleien ja. Das Ergebnis macht dann umso Freude :)


2. Ohne euch wäre ich nicht so weit gekommen.
Ohne der Näh-Community würde der Rock jetzt ein ungeliebtes Dasein im Schrank fristen und nur hie und da eines bösen Blickes gewürdigt werden.
Aber mit euren Tipps und Links konnte ich das gute Stück retten und trage ihn jetzt umso lieber.
Tragefotos folgen dann nächste Woche, wenn die Sonne wieder lacht - und ich lach mit.
Dank euch!

Und jetzt verlinke ich diesen Post erstmals zum Montags-Problemlöser von enemenmeins, denn vielleicht kann diese Rettungsaktion noch anderen helfen. Würde mich freuen.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Ihr seid ein Wahnsinn!

Ach meine Lieben, ich bin total gerührt von euren Kommentaren zu meinem gestrigen Matrosen-Stewardessen-Rock. So viele waren mit mir traurig und so viele hatten gute Ideen, Tipps und sogar gleich ganze Anleitungen parat, wie ich den Rock vielleicht noch retten kann.

Ich hab mir gedacht, ich lasse euch an meinen Verbesserungsversuchen und Teströcken teilhaben, denn ich könnte mir vorstellen, dass ich nicht die Einzige bin, bei der die Röcke hie und da mal nicht dort sitzen, wo sie sollen schlimmeres...

Meine nächsten Näh- und Konstruktionsschnitte sehen so aus:

Matrosen-Rock:
  • Bund abtrennen (seuzf, trennen tut immer irgendwie weh...)
  • Rockteil ev. mit Abnähern anpassen, bis es dort sitzt, wo es hingehört
  • Innenliegenden Formbund zuschneiden und reinnähen - ich habe einige Anleitungen bekommen, die ich mir durchlesen werde. Ich schreibe beim Formbund-Posting dann auch dazu, nach welcher Anleitung ich ihn konstruiert und genäht habe.
  • Und dann überlege ich noch, ob ich mit dem Formbund auch einen etwas festeren Futterrock einnähe ODER ob ich gleich einen leichten Petticoat nähe. Die Idee finde ich auch ganz toll, weil ich so einen ohnehin schon länger mal nähen wollte.
Vielleicht mache ich beides: Unterrock in den Matrosen-Rock UND zusätzlich einen Petticoat für die nächsten Modelle.
Muss dann auch mal ausprobieren, ob sich Futterrock und Petticoat vertragen oder ob ich mich damit derart elektrostatisch auflade, dass ich direkt zum Mond fliege...
Was meint ihr? Wetten werden noch angenommen!

Auf jeden Fall wollte ich noch Danke sagen:

Danke für eure Anteilnahme
Danke für eure lieben Worte
Danke für eure Ideen und Rettungsvorschläge
und
Danke, dass es diese wunderbare Blogger-Gemeinde gibt, die einen nie im Stich lässt, wenn man kurz davor ist, sich in die Nadel zu stürzen...

DANKE, DASS ES EUCH GIBT!!

Bild Copyright: Publicdomainpictures / pixabay.com

Mittwoch, 14. Mai 2014

WENN-Rock mit ABERs

Das ist mein WENN-Rock.


Der aufmerksame Leser wird nun fragen: "Aber wieso denn WENN-Rock?" 
Das kann ich euch gern verraten!

WENN der Stoff optisch nicht so schön und perfekt für dieses Projekt gepasst hätte, hätte ich vielleicht die Finger davon gelassen.
WENN ich nicht so viel Mühe und Genauigkeit in die Nähte gesteckt hätte, hätte ich ihn schon längt in die Tonne getreten.
WENN nicht mal ausnahmsweise der Reißverschluss superduper gelungen wäre, würde ich mich leichter davon trennen.
WENN ich ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen hätte, würde das Mistding vielleicht passen.
WENN das Teil beim Gehen nicht ständig zwischen (!) meinen Beinen raufkrabbeln würde, würde ich ihn so gern tragen. 

Es ist zum Jammern.
Ich wollte mir so gerne einen blauen Rock machen. 
Seriös (zumindest seriöser als meine sonstigen Röcke...). 
Blau mit weiß.
Und weil ich die Weite und die Form so wunderschön (und eigentlich perfekt für meine Figur) finde, mit einem Viertelteller als Grundschnitt.
Aber leider bin ich zu doof zum Nähen. Zum Zuschneiden. Zum Anpassen. Zum was weiß ich...

Kennt ihr das auch? Ihr bemüht euch bei einem Nähwerk ganz doll und seid total stolz auf die geraden Nähte, den schönen Zipp, die tolle Farbauswahl - und dann kommt die Anprobe oder (noch schlimmer, weil direkt live unter Leuten) das erste Mal Ausführen UND es passt nicht, krabbelt die Strumpdhose rauf, sitzt schief, man kann nicht drin sitzen, etc. etc.

Tja, so ging es mit mit meinem Stewardess-Matrosen-Rock (ja, das sind die netten Damen, die auf den fliegenden Kreuzfahrtschiffen die Cocktails servieren)...
Im meinem Kopf total schön, in der Ausführung super gut gelungen - und beim Tragen dann eine Enttäuschung.

Sehr ihr, wie traurig ich bin?!


Und hier ist ein Teil des Problems zu erkennen: Ich habe den Rock auf Taille berechnet und dann - weil ich ihn nicht ganz in der Taille sitzen haben wollte - an der oberen Kante noch was weggenommen.

Hier auf dem Bild sieht man vielleicht, was ich meine:

Die blaue Linie ist die ursprünglich berechnete Taille und die rote Linie hätte ich gerne als Rockoberkante gehabt, damit der Rock etwas tiefer sitzt.
Das hätte vermutlich (vielleicht oder eh auch nicht) noch geklappt, WENN (da ist es wieder, das fiese Wort) ich nicht einen geraden Rockbund drangemacht hätte, der natürlich gerade nach oben absteht und gar nicht passt.

Vielleicht hätte ich einen innenliegenden Formbund machen müssen? Was sagen denn die Meisterschneiderinnen unter euch?


Außerdem krabbelt der blöde Stoff extrem an mir hoch und verfängt sich immer zwischen den Beinen, das lässt sich auch mit einem Unterrock leider nicht ändern. So ärgerlich.

Aber weil ich den Rock trotz allen WENNs so schön finde, trage ich ihn heute und teste mal die allgemeine Alltagstauglichkeit.

Also bitte hier mein MMM-Beitrag: der Stewardess-Matrosen-Rock.


Ich steh ja zu meinen Fehlern - und heute ziehe ich einfach mal einen an. :)

Mittwoch, 7. Mai 2014

Bunter Mittwoch

Heute gibt es einen bunten MMMittwoch im sommerlichen Outfit.
Kurz und knapp wie das Shirt auch :)


Nach einem Tank-Top-Schnitt von ki-ba-doo, nach dem ich letztes Jahr einige Tops zugeschnitten habe, weil es endlich mal ein passendes Shirt mit breiten "Trägern" ist.
Ich kann Spagettiträger einfach nicht ausstehen ... 
(Gibt es hier irgendjemanden, der die Teile echt gut findet und mir erklären kann, warum?!)


Heute perfekt unter einem leichten Pullover und für den Arbeitsweg mit meiner neuen Jacke drüber.


So, husch husch zur Arbeit. Wünsch euch allen einen sonnigen Tag mit vielen bunten Momenten!

Dienstag, 6. Mai 2014

An den Galgen! Mit dem Garn...

Manchmal sind es doch die Kleinigkeiten, die einem dem Alltag versüßen.
Und so eine herrliche, süße und (näh)lebenserleichternde Kleinigkeit zeige ich euch heute: meinen neuen Garnrollen-Umspul-Halter.


Jede Näherin kennt ja das Problem mit den großen Garnspulen, die besonderer Handhabung bedürfen und ich hab schon viele Lösungen dafür gesehen.
Natürlich gibt es da die gekauften Halterungen und dann die zahlreichen selbstgebauten aus Kaffeetassen, CD-Rohlings-Verpackungen und Kleiderbügeln.

So einen hatten der beste Mann und ich auch am Beginn meiner Nähzeit gebaut.


Und er erfüllte seinen Zwecks. Meistens. Allerdings hatte er die unangenehme Angewohnheit herrlich in Schwingung zu geraten und schrecklich hin und her zu wackeln, vor allem währends des doch rasanten Umspulen von Stickunterfaden auf Unterfadenspulen.

Der Wackelei überdrüssig beschlossen der beste Mann und ich, handwerklich tätig zu werden und nach ca. 12 Skizzen, zahlreichen Überlegungen, verworfenen Ideen und einige Geistesblitzen, entstand - tadaaa - unser neuer Mitbewohner: der Garngalgen.



Und hier auch gleich in seiner neuen Arbeitsumgebung und in Action.
Farblich haben wir das Design natürlich meinem Näheckchen angepasst, sodass er quasi getarnt seine Arbeit verrichten kann.


Und damit wurde sogleich blitzschnell und ohne Wackel-Frust der Vorrat an gefüllten Stickunterfadenspulen aufgefüllt.


Ich freu mich sehr über unsere gemeinsame Bastelaktion und natürlich über das tolle Ergebnis - wie gesagt, manchmal sind es einfach die kleinen Dinge, die uns glücklich machen.

Mal sehen, wer sich heute beim Creadienstag auch über neue Werke und Mitbewohner freut.