Dienstag, 13. Oktober 2015

Die Brother VR: mein Kreativ-Review für euch

Hallo ihr Lieben,

am letzten Wochenende haben wir Zuwachs bekommen - und ich bin total hin und weg!
Und da ich weiß, dass manche von euch schon auf einen Erfahrungsbericht warten, habe ich heute eifrig fotografiert.

Die Vorgeschichte
Vor zwei Wochen hat mir meine Händlerin, die liebe Sabine vom Nähcenter in Wien, zum ersten Mal seit drei Jahren eine neue Maschine empfohlen.
Als vor einigen Monaten alle rundum die Brother V3 gekauft haben, wollte ich auch eine haben, aber sie meinte, meine Innovis 2200 sei perfekt für mich und die Mehrkosten würden sich in meinem Fall nicht lohnen. Also habe ich gewartet.
Und dann kam die Empfehlung. Eine Brother VR. Eine Single-Needle Freiarmmaschine.
Da war es um mich geschehen.
Obwohl mich der Preis beinahe abgehalten hätte...aber mein Mann hat drauf bestanden, dass ich sie kaufen...ich kann da echt nix dafür.!
Zuerst wollte ich noch warten und sie mir auf der Ideewelt-Messe Mitte Oktober ansehen, aber da ich weiß, dass Sabine mir nur Top-Maschinen empfiehlt, habe ich am vorletzten Samstag direkt bestellt. 
Und letzten Freitag durfte ich sie tatsächlich auch schon holen.

Die Anreise
Puh, was war ich platt, als ich vor dem Karton stand! Die Verpackung war knapp einen Meter hoch und hatte sogar eine eigene Palette unten dran.
Da mein Auto die Ausmaße eines Kochtopfs hat, mussten wir sie komplett auspacken und quasi in Einzelteilen im Auto verfrachten. (Sabine hätte auch geliefert, aber ich konnte einfach nicht warten...)
Dann die dezenten 31kg mithilfe meines großartigen Ehemannes 3 Stockwerke hinauf geschleppt (eh klar - Lift kaputt) und im tiptop aufgeräumten Nähzimmer platziert. (Grade dass ich vorher nicht gestrichen und Fenster geputzt habe.)

Der erste Eindruck
Groß.
Beeindruckend.
Viel Zubehör (ich steh ja auf Zubehör...ich würde mir ja für eine neue Pinzette am liebsten jedes Mal eine neue Maschine kaufen!)





Die Größe kann man hier schlecht erahnen. Der Tisch ist 50cm tief, die Maschine knapp 60 :) Und gut 70cm hoch. Wenn ich also davor sitze, überragt sie mich haushoch. Ich bin total ehrfürchtig. (Sie ist exakt doppelt so hoch wie meine ohnehin schon große Innovis 2200.)

Wie man sieht, werden vier kleine Rahmen mitgeliefert, die dazu dienen, schwierige Stellen wie Hosen- oder Brusttaschen zu besticken.
Dazu gibt es noch einen 10x10 und einen 20x20 Rahmen.

Die Maschine und auch die Rahmen sind sehr massiv und stabil.
Der Einfädelweg ist recht lang, aber perfekt beschriftet und bei einem Farbwechsel kann man den alten Faden direkt an den neuen knoten und bis nach unten durchziehen.
Der automatische Einfädler erledigt den Rest.



Die ersten kreativen Projekte 
Um euch zu zeigen, was alles geht, war ich total kreativ und habe gewerkt, was das Zeug hält. Zuerst war gleich mal meine hintere Jeans-Hosentasche dran.

Dort war die obere Naht aufgegangen und ich wollte sie gerne wieder fixieren, also habe ich einen kleinen Schriftzug erstellt und direkt an den oberen Rand gesetzt.

Der kleine Rahmen wird dazu direkt in die Hosentasche geschoben. 
Normalerweise braucht man bei Jeans ja kein Vlies, aber diese Hose ist recht elastisch, da wollte ich sicher gehen.



Hier sieht man, dass die Rückseite der Hosentasche einfach unter den Freiarm geschoben wird.



Hier ein Action-Bild. :)
Man sieht auch, dass ich noch mal neu positioniert habe, weil ich hinterher ein Kleeblatt unter die Schrift setzen wollte.



Und das ist das Resulat:



Die Schrift habe ich bewusst sehr klein gewählt, nicht, dass ihr euch wundert.
Insgesamt ergibt sich ein sehr sauberes Stichbild, obwohl die Schrift teilweise direkt auf der mehrfach gefalteten Naht gestickt wurde.

Und damit ich auch die großen Rahmen testen konnte, hab ich mal schnell eben (ha ha) eine Miss Klassik genäht und ganz bewusst erst NACH dem Schließen aller Nähte bestickt.

Ich habe Brust, Rücken, Oberarm und Armbünchen getestet. Hat alles geklappt!



Danach habe ich noch eine gekaufte Jogginghose am Bein bestickt (ohne Foto) und auch das hat problemlos geklappt. (Jetzt hab ich einen hübschen, bunten Schmetterling am Bein, wenn ich schwitzend und fluchend auf dem Hometrainer leide...)
Und ein gekauftes schwarzweißes Streifenshirt habe ich mit "rock 'n' roll heart" bestickt. (Auch ohne Foto, aber ich hoffe, ich kann bald von allem Tragebilder nachliefern!)
Ich füchte, ich bin süchtig...

Fazit:
Die PROs
  • Eine Wahnsinnsmaschine mit vielen Möglichkeiten
  • Der Freiarm ist perfekt, um schwer zugängliche Stellen zu besticken
  • Der Laser-Pointer hilft beim exakten Positionieren (hätte nicht gedacht, dass das wirklich sooo praktisch ist)
  • Der Einfädler funktioniert sehr gut und hat bisher nie ausgelassen
  • Das automatische Abschneiden der Sprungstiche begeistert mich jedes Mal :)
  • Das Stichbild ist super, bisher hat es keine Schlaufen oder Knoten gegeben
  • Der Faden ist bisher noch nie gerissen 
  • Die Möglichkeit, 4 Garnfarben vorzubereiten und "voreinzufädeln" ist zeitsparend und praktisch
  • Die Geschwindigkeit ist mit bis 1000 Stichen pro Minuten sehr rasant 
  • Die Stickdateien können entweder per USB-Stick oder USB-Kabel direkt vom Computer laden (bisher kenne ich nur entweder/oder-Maschinen)

Die CONTRAs - wenn man das so nennen kann
  • Man merkt, dass die Maschine eher schon für die Industrie gedacht ist, denn sie ist relativ laut.
  • Sie ist groß, man braucht genügend Platz
  • Der Tisch und der Boden unter der Maschine müssen stabil und fest sein, um die Schwingungen aufzunehmen, sonst rüttelt es die ganze Wohnung durch.
  • Wenn man die eine Garnfarbe an die andere knotet und dann durchzieht, verliert man ca. 60cm der erste Farbe. Wer man hier sparen will, kann  aber auch einfach jedes Mal neu einfädeln, das ist nicht schwierig.
  • Der größte Rahmen ist "nur" 20x20cm groß. Aber da ich meine Laura Ashley 2200 ohnehin behalte, kann ich ja auch weiterhin 16x26cm sticken, wenn wirklich mal was besonders breit ist.
Wenn man also einen separaten Raum hat, um bei längeren Projekten auch mal die Tür zu zu machen, kann man die Maschine nur loben.

Ich bin wirklich begeistert und besticke gerade alles, was nicht niet- und nagelfest ist.
Als nächstes nehme ich mir die Shirts und Hemden meines Mannes vor - mal sehen, was er dazu sagt.

Falls ihr jetzt noch Fragen habt, schreibt mir einfach einen Kommentar.

In den nächsten zwei Wochen bekomme ich auch noch das Freihand-Quilt-Set, das derzeit noch nicht lieferbar ist. Wenn bei euch Interesse besteht, schreib ich dazu dann gerne auch noch ein Review.

So, und jetzt geh ich dann mal wieder sticken...

Verlinkt bei: Creadienstag, CiA - Create in Austria

Der Form halber: Das ist keine - und schon gar keine bezahlte - Werbung. Ich erhalte keine monitären oder anderweitigen Entlohnungen für gute - oder andere :) - Bewertungen. Alle Behauptungen spiegeln allein meine Meinung nach der Testung des Geräts wider. Was soll ich machen, ich find's halt geil...

Kommentare:

  1. 20 x 20 stickrahmen ist kein nachteil, sondern dient der verbesserung der qualität meiner meinung nach.je grösser der stickrahmen, desto mehr schwachstellen bei der stoffeinpannung kanns geben. wenn der stoff schlecht gespannt ist- gibts am ende wellen um das gestickte herum.
    bei der präzision, mit der die musterzusammensetzung sich steuern lässt ist eigentlich kein problem, in kleineren stücken zu sticken. das setzt natürlich voraus, dass man das design splitten kann und dafür brauicht man ein programm. aber sie sind mnittlerweile auch nicht so teuer.

    die maschine ist schon toll!
    aber für heimgebraucht halte ich das für übertrieben. wann macht sie sich dann bezahlbar:-)?
    bisschen wie mit kanonen auf spatzen.. IMHO

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    1. Ja, siehst du, das ist ser Unterschied bei uns :)
      Ich schau nicht, ab wann es sich bezahlt macht, sondern was mir Freude macht.
      Und diese Maschine macht mir einfach Mega-Freude!
      Das ist bei uns daheim das Entscheidende :D

      Und ich habe beim großen Rahmen der Innovis auch noch nie Probleme mit der Einspannqualität gehabt. Also bei mir funktionieren auch große Rahmen gut.
      Man braucht einfach nur ein wenig Erfahrung mit Vliesen und Spannung, dann klappt das schon :)

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    2. klar macht das spass und frfeude!:-) wem nicht:-)?ich wünsche dir ganz viel spass damit!
      probleme mit spannung habe ich auch nicht, es geht darum,dass es so besser ist.
      du kannst etwas meiner stickerfahrung vertrauen;-) weil ich mit sehr unterschiedlichen stoffen beim sticken zu tun habe und meist auch grossflächige bekleidungstickereien mache,

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    3. Ist recht, aber ich vertrau da auch gerne meiner persönlichen Stickerfahrung - und die ist bisher gut. Also denk ich da gar nicht drüber nach, wie es vielleicht anders sein könnte. :)

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  2. Glückwunsch! Das ist ja ein schönes Maschinchen :-) Das kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Du jetzt alles bestickst, was Dir in die Hände fällt :-) Das habe ich auch gemacht, als ich meine Große bekommen habe. Ich sticke mit einer Melco, da kann man schon schöne Sachen machen :-)
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude!
    LG Carolin

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    1. Dankeschön Carolin, ja, es ist so eine Freude :-)

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  3. Wow!!!! ich bin sehr begeistert!!!
    Ich wünsche dir ganz viel Spaß damit!
    LG Elke

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    1. Danke Elke, ich bin auch gnaz begeistert!
      Ich geh gleich mal wieder sticken :)

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  4. Cool... ich würde auch nur mehr sticken... ich hab die V3 und bin voll zufrieden... doch dein Freiarm ist ja superge.. gut :-)
    LG Birgit

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  5. Super toll, hab sie im Internet gesehen und war ganz überrascht, dass es eine Einkopfmaschine von Brother gibt. Ideal als nur Stickmaschine, wenn man gerne viel stickt, da die Brother sehr zuverlässig ist , kann man sie gut alleine laufen lassen und der Freiarm ist natürlich ideal man kann die kleinste öffnung besticken.( Ich habe die Brother 1000pr wunderbare Maschine.)Viel vergnügen damit.

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