Donnerstag, 7. Juli 2016

Mein Alabama WIP

Heute gibt es einen ganz kurzen WIP-Einblick in meinen aktuelles Alabama Chanin Projekt.

Wie ich letztens schon berichtet habe, begeistert mich diese ruhige, entspannte Art des Arbeitens gerade sehr und ich wollte unbedingt ein größeres Projekt beginnen.


Die Schablone zum Muster habe ich wieder aus einem kostenfreien Alabama Chanin Motiv erstellt, allerdings noch kräftig rumgeschoben und nur Teile verwendet.
Geschnitten hat wieder der Plotter, diesmal allerdings aus Buchbindefolie und das hat hervorragend geklappt. Das Positionieren klappte hervorragend (ich hatte mir wegen der Größe der Schablone aber auch zwei zusätzliche Hände organisiert) und ich konnte sie gleich mehr verwenden.


Ich habe noch einige vor mir :) aber das bisheriger Ergebnis gefällt mir schon mal richtig gut.
Der Unterstoff ist weißer Jersey, der Obere ist türkis.
Für die Schablonierfarbe habe ich mich wieder im Farbenparadies meines Mannes bedient und ein dunkles Rot in Kombination mit Orange gewählt, und in einem ganz dezenten Farbverlauf aufgepinselt. Pinsel klappte diesmal besser für mich als das Schwämmchen beim letzten Mal.


Hier noch ein Detailbild der ersten Schritte.
Die Umstickung wird Orange, der weiße Stoff ist nach dem Rausschneiden ein schöner, heller Kontrast.

Mein derzeitiges Ziel ist, ALLE roten Elemente zu umsticken und nur die Größeren einzuschneiden.
Bin gespannt, wie weit ich komme und ob es jemals fertig wird...

INFOS:

Schablonenmuster (abgewandelt), Original von Alabama Chanin
Stoffe: türkis vom Stoffkeller, weiß von der Stoffprinzessin
Schnitt: selbergezeichnetes Shirt mit angeschnittenen Ärmeln
Zeitaufwand: HA HA HA, das wollt ihr nicht wissen...Stuuuunden, dafür bequem abends auf der Couch neben dem Fernsehen
Verlinkt bei: CiA - Create in Austria, handgestickt, RUMS

THS-Bewertung: kann ich im derzeitigen Zustand noch nicht sagen, hat aber gute Chancen auf ein Lieblingsteil.

*THS - TrageHäufigkeitsSkala
Das bedeutet: an wievielen Tagen - von möglichen gerundeten 30 im Monat - würde ich das Stück gerne tragen (unabhängig von passendem Wetter, Anlässen und dafür nötigen Waschgängen).
Also 30 ist das Höchste und bedeutet, am Liebsten würde ich das (Kleidungs)stück jeden Tag tragen.

Dienstag, 5. Juli 2016

Mein neues Lieblingsteil

 
Ich nähe in letzter Zeit ja selten Taschen.
Irgendwann hat man einfach genug davon.
Wozu noch, wenn man schon die anderen 47 selten trägen.
Weil man ja eh immer DIE EINE trägt, die genau die richtige Größe hat und so schön bequem ist.

Andererseits...wenn DIE EINE genau die richtige Größe hat...wieso dann nicht noch ein paar andere nach dem selben Schnitt nachnähen? Dann hat man ja gleich mehrere perfekte Taschen.
So war mein Gedankengang im Wochenende.

Sabine vom Nähcenter hatte außerdem in die Runde gefragt, wer gerne ein neues Verstärkungsvlies "Style Vil" für sie testen wolle und nachdem ich immer relativ unzufrieden bin, wie der Griff einer neuen Tasche am Ende ausfällt, war ich nur zu gerne bereit dazu.

Also Vlies abgeholt und gleich mal positiv überrasch: relativ dick (ca. 6mm), Innen Schaumstoff, außen beidseitig mit Stoff bezogen, sodass es einen wirklich guten Griff hat.

Zuhause hab ich gleich auf Herz und Nieren getestet, was mit dem gute Stück alles geht und habe das Innenfutter der Tasche direkt mit dem Vlies verquiltet. Was soll ich sagen?! Hammer Ergebnis. Total smooth, guter Griff, Nadel geht durch wie durch Butter. Juhuu!


Ich habe den Taschenkörper komplett mit Style Vil verstärkt, nur die Klappe mit einem dünneren Vlies, da sie sich ja freiwillig über die Tasche legen lassen sollte und ich sie nicht immer mit Gewalt hinunter biegen wollte.
 

Als Außenmaterial hab ich dunkelblauen Köper gewählt, den ich mit gradezu ekstatischer Hingabe mit dröfzig Zillionen bunten Kreisen bestickt habe.
Ich hab mit nämlich zum Vorgeburtstag endlich die Stickdatei "Summer Circles" von Traumzauber gegönnt, die ich schon seit ungefähr einem Jahr anschmachte.

Und das Ergebnis sieht jetzt so aus:


Vorne bunt bestickt und die Kappe nach außen umgeklappt und festgenäht.



Hinten weitergestickt...konnte einfach nicht aufhören.



Hier sieht man schön, dass der Taschenkörper einen angenehm festen Stand hat und die Tasche auch im Liegen von selbst offen bleibt. Da tut das Vlies doch tatsächlich mal, was es soll.

Innen ist die Tasche schlicht gehalten, nur ein Handyfach aus rotem Leder und ein Schlüsselband.
Beides hab ich mit der Hand angenäht.
Um meine Skills zu verbessern? Nööö.
Um mich meditativen Techniken hinzugeben? Na ganz sicher nicht.  
Hab's vorher schlicht und einfach vergessen... ;)


An den Seiten noch ein paar nette Details, um den Träger dran zu befestigen.



Und hier die Front noch mal im Detail mit Verschluss und Deko.


Infos:

Stoff: Außenstoff von stoffe.de, Innenstoff von Komolka
Schnitt: Leni von Allerlieblichst
Stoffverbrauch: jeweils unter 50cm
Änderungen: nur ein Handyfach, sonst keine Innenfächer, auswechselbarer Träger mit Karabinern


Zeit: ca. 10 Stunden (mit besticken und quilten und betüddeln)

Verlinkt bei: 




Fazit:Ein absolutes Lieblingsteil. Ein jeden-Tag-und-immer-und-zu-allem-tragbar-Teil. Kompakt. Praktisch. Ein Hingucker. Love it.
Und heute ein Extra-Fazit zum Style Vil: Für Taschenkörper, Laptop- und Brillenhüllen ist das Vlies perfekt. Es dämpft und schützt gut, ohne zu dick zu sein. Es lässt sich gut vernähen und bequilten
Durch die Stärke würde ich es nicht für Teile nehmen, die noch einen natürlichen Fall entwicklen sollen, wie eben Taschenklappen oder Quilts. Aber dafür gibt es ja genug andere Vliese.
Ein Fehler, der mir unterlaufen ist und den ihr sicher verhindern könnt, ist: Ich habe das Vlies für das Innenteil genau so groß zugeschnitten und vernäht wie die Innenteile selbst. Durch die Stärke des Vlieses ist das Innenteil dann eine Spur zu groß und voluminös geraten und ich hab jetzt ein klein wenig zu viel Tasche in der Tasche. Beim nächsten Mal würde ich überall noch 1cm abziehen, damit die Innetasche gut in die Außentasche passt.

Die  THS*-Bewertung - zum ersten Mal seit Einführung der Skala - *trommelwirbel*: 30/30

*THS - TrageHäufigkeitsSkala

Das bedeutet: an wievielen Tagen - von möglichen gerundeten 30 im Monat - würde ich das Stück gerne tragen (unabhängig von passendem Wetter, Anlässen und dafür nötigen Waschgängen).

Also 30 ist das Höchste und bedeutet, am Liebsten würde ich das (Kleidungs)stück jeden Tag tragen.

PS: Dieser Artikel enthält wohl Werbung, da mir das Vlies kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Die Inhalte entsprechen aber voll und ganz meiner persönlichen Meinung. Es wurde nichts geschönt und nichts verheimlicht. Das Zeug ist halt einfach cool ;)

Donnerstag, 30. Juni 2016

Schiff Ahoi!

 

Heute gibt's - mit vielen Fotos und wenig Text - endlich mein drittes Easy Summer im sommerlich passenden Marine-Look.
Es schlägt sich bei mir mit dem bunten Dreiecks-Kleid um den ersten Platz als Lieblingskleid.

Zu der Ehre der vielen Fotos bin ich unter anderem gekommen, weil ich das Kleid bei ALLES NÄHT fix fertig nähen konnte und viele nette Fotografinnen mir angeboten haben, mich abzulichten.

 

Oder auch Bernadette von Kluntjebunt, die immer so herrliche Detailfotos macht und auch das Titelbild oben geschossen hat.

Der Vollständigkeit halber habe ich daheim auch noch ein paar Bilder gemacht, um das Kleid im ganzen, von nah, von fern und in Bewegung zu zeigen.  





Und nun zum Wichtigten, den Infos:

Anpassungen: Halsausschnitt wieder ein bisserl erweitert
Genähte Größen: BU 40, TU 36, HU 40/42
Material: dünner Jersey
Stoffverbrauch: knapp 100cm vom Getupften, ca 15cm vom Roten
Zeit: ca. 90 Minuten
Verlinkt bei: 

Fazit:Ich steh voll auf das Kleid :) Den Marinelook in dunkelblau und rot mag ich einfach total gern und es ist das perfekte Kleid für's Büro genauso wie für ein Picknick im Grünen. 
Daher auch die THS*-Bewertung: 28/30. 
(2 Punkte Abzug für schiefe Nähte, die mich beim Blick in den Spiegel nerven und die ich iiiirgendwann mal vielleicht nochmal neu mache...Ja eh.. :)

*THS - TrageHäufigkeitsSkala
Das bedeutet: an wievielen Tagen - von möglichen gerundeten 30 im Monat - würde ich das Stück gerne tragen (unabhängig von passendem Wetter, Anlässen und dafür nötigen Waschgängen).
Also 30 ist das Höchste und bedeutet, am Liebsten würde ich das Kleidungsstück jeden Tag tragen.

Dienstag, 28. Juni 2016

Alaba(ma) Haarband

Während alle im Fußballfieber sind (und ich nur bei ganz wenigen wirklich wirklich wirklich wichtigen Spielen mitfiebere), stöbere ich gerne durch die Blogs meiner lieben Mitkreativlinge.

Und dabei bin ich bei Gabi von Made with Blümchen auf einen außerordentlich spannenden Beitrag gestoßen.
Sie berichtet über Alabama Chanin. Eine Handstick-Methode die in Kombination mit negativen Applikationen sehr schöne Werke erzeugt.
Ich habe schon einige Beträge dazu gelesen, aber keiner hat so wirklich detailliert gezeigt, wie es funktioniert (oder ich war immer zu faul, mich durch die Anleitungen zu wühlen...)
Gabi hat das viel besser gemacht und mich damit gleich in den Bann gezogen.

Folgende Arbeitsschritte sind dabei zu tun:
  • Schablone erstellen
  • Stoffmalfarbe mit Schablone auf den Stoff aufbringen
  • Trocknen lassen und fixieren
  • Kontraststoff mit Nadeln auf der Rückseite des Hauptstoffes befestigen
  • Musterelemente durch beide Lagen mit der Hand umsticken
  • Die Innenteile der Elemente ausschneiden (OHNE den unteren Stoff zu zerschneiden)
  • nach Lust und Laune mit Perlen besticken
Ich habe ein einfaches kostenloses Muster direkt von Alabama Chanin gewählt und den Plotter schneiden lassen. Vorher habe ich das Papier - dank Gabis Tipps - auf der Vorder- UND Rückseite mit Klebeband beklebt, um es wasserdicht zu machen. Mit Buchbindefolie wäre es wohl einfacher gegangen, aber die habe ich auf die Schnelle nicht gefunden...

Stoffmalfarbe hatte ich nicht zur Hand, aber der Farbfundus meines Mannes ist ja endlos groß und da waren auch wunderschöne Farben dabei, die nach dem Fixieren durch Bügeln auch das Waschen überstehen.

Also nix wie ran an die Farbe.



Mein Hauptstoff ist blitzblauer Baumwollstoff, die Stoffmalfarbe ist ein metallisch glänzendes Petrol.
Im Nachhinein betrachtet, hätte ich eine auffälligere Farbe nehmen können, aber ich wusste vorher nicht, wie stark oder schwach die Farbe zu sehen sein wird. (Und für ein Probestück hatte ich keine Zeit - ich musste ja gleich und sofort loslegen!)



Das Trocknen wurde durch Föhnen beschleunigt, die Farbe mit der Textiltransferpresse fixiert und schon konnte es weiter gehen.



Den Unterstoff mit Nadeln feststecken. (Gleich seht ihr ihn auch - ein kleiner Teaser: er ist grün!)
Im Hintergrund seht ihr auch meine Materialien. Man braucht wirklich nicht viel: Nadel, Garn und eine kleine, spitze Schere. Mein Fadenwachs und der Fingerhut waren nicht notwendig - sie sind nur automatisch dabei, wenn ich mit der Hand zu nähen beginne.



Die ersten Ornamente waren schnell umstickt. Ich habe grünes Nähgarn gewählt, das ich dann ab dem dritten Element dann doppelt genommen habe, damit man es besser sieht.



Und hier ist auch schon das erste Ergebnis zu sehen. Mit etwas Abstand zum Rand (so sieht man auch noch ein bisschen was von der Stoffmalfarbe) schneidet man dann den Innenteil heraus, sodass der Kontraststoff zum Vorschein kommt.

Eigentlich verwendet man Wirkstoffe dafür, also dehnbare Jerserys. Dann rollen sich die Ränder hübsch ein und es franst auch nix aus. Aber durch die Farbe ist der Stoff auch fixiert und bisher hat sich noch nix aufgelöst.



Zwischendurch hab ich es auch mit dem Quiltrahmen probiert, aber durch die vielen Richtungswechsel und filigranen Details war mir das bald zu umständlich.



Erste Reihe fertig. Juhuu!



Alle Reihen fertig.
Und nun: Perlen oder nicht.
...
Aber klar. Her mit den Perlen.
Ob ich Passende habe?
...
Such.
...
...
Hier sollten doch irgendwo...ich hatte doch mal...ah, hier!!



Passt. Fündig geworden. Los gehts!



Und hier nun das beinhae fertige Werk!



Ich hab dann auf die Schnelle ein Haarband draus gemacht, damit das Probestück auch einen Sinn hat. Hier meine semi-eleganten Alabama-Chanin-Haarband-Selfies.

 
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Zeitaufwand: ca. 5,5 Stunden für so ein kleines Projekt
Material: Muster, Schablone, zwei Stoffe, Garn, ev. Perlen, Stickschere

Bewertung auf der THS*: 15/30
Ich trage eigentlich eher selten Haarbänder, aber dieses hier finde ich wirklich sehr schön. Frisch, fröhlich. Genau meine Farben. Könnte ich auf jeden Fall jeden zweiten Tag tragen - wenn ich nicht noch viel davon mehr mache, die ich dann abwechselnd tragen will ;)
Fazit: Eine tolle Methode, um einfache Stoffe und Schnitte aufzupeppen. Sieht sehr edel aus und ist für mich als Quiltfan eine schöne Kombination beider Hobbies. Davon werde ich sicher noch viel mehr probieren. Vielleicht ein Shirt als Nächstes...

Verlinkt bei: CiA - Create in Austria, Creadienstag, handgestickt - Made with Blümchen
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*THS = TrageHäufigkeitsSkala.
Das bedeutet: an wievielen Tagen - von möglichen gerundeten 30 im Monat - würde ich das Stück gerne tragen (unabhängig von passendem Wetter, Anlässen und dafür nötigen Waschgängen). Also 30 ist das Höchste und bedeutet, am Liebsten würde ich das Kleidungsstück jeden Tag tragen.

Mittwoch, 22. Juni 2016

Black and White

Der Sommer ist (wieder?) da. Mal sehen, ob er jetzt bleibt...

Heute zeig ich euch etwas eher Ungewöhnliches - ein relativ braves Schwarz-Weiß-Kleid mit kurzen Ärmeln.

Es ist mein zweites "EasySummer" vom Probenähen (das dritte im Marine-Look kommt dann nächste Woche) und kommt ganz seriös daher.


Der Schnitt sitzt wieder sehr gut und es fühlt sich großartig an. Der Stoff ist ganz leicht und sommerlich, das macht es zu einem Allrounder für den ganzen Sommer.


Im Gegensatz zum bunten Dreieckskleid von vor zwei Wochen, hat das hier kurze Ärmel, damit ich es auch an einem sommerlichen, aber trotzdem seriösen Bürotag tragen kann.

Dafür habe ich den Ausschnitt ein klein wenig vergrößer. Vielleicht werde ich ja mal zufällig irgendwie braun - dann möchte ich das sicher auch am Hals zeigen.


Insgesamt ein schlichtes, unaufregendes alltagstaugliches Kleid.
So mag ich das im Sommer am Liebsten.
Morgens aufstehen, rein ins Kleid, fertig angezogen - und los.
Dafür eignet es sich perfekt.

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Ich füttere euch ab heute mit mehr Infos zu den Kleidungsstücken.
Bei anderen finde ich das ja immer sehr praktisch, da möchte ich euch dasselbe anbieten.
Sagt mir doch bitte Bescheid, ob euch diese Infos interessieren.
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Anpassungen: Halsausschnitt erweitert
Genähte Größen: BU 40, TU 36, HU 40/42
Material: dünner (Getupfter) und mitteldicker (weißer) Jersey
Stoffverbrauch: knapp 100cm von Getupften, ca 30cm vom Weißen
Zeit: wenn man mal den Schnitt bei der Hand hat, geht es sehr schnell. Ca 20 Minuten fürs Zuschneiden, dann ratz-Fatz 8 Nähe genäht und dann am Ende eine Runde Versäumen, also ca. 75-90 Minuten mit allem Drum und Dran (und Tratschen...ich hab ja bei ALLES NÄHT genäht...)

Fazit: Ich finde den Look ein wenig ungewöhnlich an mir, aber da kann der Schnitt nix dafür...das liegt wohl eher am strengen schwarz-weiß (und dem Haarreifen).
Insgesamt ein schlichtes, unaufregendes alltagstaugliches Kleid. Sitzt, passt, wackelt und hat Luft.

Neu ist auch eine Bewertung, die ich euch ab heute zeige.  
Sie richtet sich genau danach, was für mich zählt: die Tragehäufigkeit!
Also heißt sie (noch etwas sperrig): THS - TrageHäufigkeitsSkala.
Das bedeutet: an wievielen Tagen - von möglichen gerundeten 30 im Monat - würde ich das Stück gerne tragen (unabhängig von passendem Wetter, Anlässen und dafür nötigen Waschgängen).
Also 30 ist das Höchste und bedeutet, am Liebsten würde ich das Kleidungsstück jeden Tag tragen.

Bewertung auf der THS: 7/30 (also ca. einmal pro Woche plus hie und da am Wochenende.)

Dienstag, 14. Juni 2016

KSW - KreativStoffverwertung: Mein erstes Mal

Als Geraldine von CheRRy's World zum KSW (Kreative Stoffverwertung) aufgerufen hat, habe ich zuerst zweimal nachgelesen, worum es da geht.

Aha, jeder bekommt Stoff (klingt gut!). Aha, jeder bekommt den selben Stoff (okay, klingt auch gut). Aha, jeder bekommt den selben Stoff und näht dann nach Lust und Laune (juhuuu) bis zu einem gewissen Datum (uiuiui) ein Projekt und dann lüften alle ihr Geheimnis und zeigen sich ihre Werke (check, bin dabei!).

Und dann kam er. DER Stoff. Ein Stück in der Größe eines FatQuarters, also für mich alte Patchwork-Tante ein beliebtes und bekanntes Maß. Und dann auch noch London! Seufz. Schwärm. Glückseeligkeit. Jackpot.



Und dann...drei Wochen lang nix. Keine Idee.
Hin-und-Her-Geschiebe von ein paar Kombistoffen. 
Schnittüberlegungen.
Tasche? Kleidungsdetail? Haarband? Masche? Pfffff.
Nix dabei...

Und dann kam ALLES NÄHT '16. Zwei Tage Inspiration. Zwei Tage tolle Gespräche mit kreativen Menschen. Und zwei Tage mit Sonia. Sonia von Handgefertigt Sonia. Sie hat einen Talk auf der Open Space Couch gehalten zum Thema MUT. Mut, sein eigenes Ding durchzuziehen. Mut, auch mal Farben und Stoffe zu kombinieren, die einem nicht direkt ins Auge fallen. Mut, einen Stil zu entwickeln und dazu zu stehen. Mut, Neues auszuprobieren und es einfach mal laufen zu lassen. Dieses Thema ist dann lange in mir nachgehallt.
Ich habe zwar durchaus meinen eigenen Stil, zu dem ich auch stehe und in dem ich mich gerne sehe, aber gerade "mal was Neues ausprobieren"und "sich über die Grenzen der eigenen Kreativität hinauszuschwingen" hat mich neugierig gemacht.

Also begann ich, wild zu mixen. Jersey und Webware, Dekostoffe und Patworkstoffe. Krinklestoff, Jeans und Filz.



Es sollte ein Loop werden (die haben mich bei Sonia nachhaltig beeindruckt). Bestickt, genäht, mit Getüddel (sonst ja eher nicht so mein Fall), offene Kanten, Fransenapplikationen...kurz, ein richtig steiles Teil.



Und hier ist er. I proudly present: THE LOOP.


 Beim Nähen hab ich immer wieder gezweifelt, umgeordnet, Stoffe und Details hinzugefügt und weggenommen, aber am Ende ist ein wunderbares Stück entstanden. Ein Lieblingsteil.







Ein Teil, das tatsächlich eher ungewöhnlich für mich ist und nicht wirklich zu meiner sonstigen Garderobe passt. Aber es wird nicht das Einzige bleiben und so wird in meinen Kleiderschrank Stück für Stück meine neue Art von MUT einziehen.

Natürlich habe ich auch Tragefotos, ich will ihn ja gar nicht mehr abnehmen.
Heute gibt es mich ungeschminkt und mit Fokus auf DEN LOOP. Heute ist er der Star und darf im Mittelpunkt stehen :)





Und weil ihr es seid, zeige ich euch auch noch ein Outtake-Bild.



 
Danke an Geraldine und auch an Birgit von Löwin.g, die uns bei CiA - Create in Austria die Plattform bietet, unsere KSW-Werke zu zeigen und zu teilen.
Es hat wirklich Spaß gemacht und ich bin schon sehr auf die Ergebnisse der anderen gespannt. Ich geh mich jetzt genussvoll durchklicken.

Und dir, liebe Geraldine, wünsch ich alles Liebe zum heutigen Geburtstag und hoffe, du fühlst dich mit unseren kreativen Beiträgen reich beschenkt ;)

Verlinkt bei: KSW, Creadienstag, CiA - Create in Austria
Stoff: organisiert von Birgit/ Löwin.g und Geraldine/ CheRRy's World
Idee: inspiriert von Handgefertigt Sonia
Umsetzung: meine meine meine :)

Sonntag, 12. Juni 2016

Easy Summer bringt den Sommer!

 

Okay, ich geb's zu - ich bin faul. Ein bisschen "sovieleTeile-näh"-faul, ein bisschen "Obdaswohlpasst?Probeteil-näh"-faul und vor allem Schnitt-such-faul.
Am liebsten sind mir Schnitte, die einmal passen und aus denen sich dann möööglichst viele Kleidungsstücke basteln lassen.

Und außerdem bin ich probenähfaul - das vergaß ich noch zu erwähnen.
Wann immer irgendwo zum Probenähen aufgerufen wird - und das geschieht ja ziemlich häufig - denke ich mir im erste Moment "Oh wie cool!", im zweiten Moment "Puh, äh, das passt mir eh wieder nicht..." und im dritten "WAS? In - setzen Sie hier eine beliebige unrealistischen Wochenanzahl ein - Wochen soll das dann schon fertig sein?! Öhm...nö, nix für mich!".

Aber als Sophie von Näähglück zu diesem Kleid aufgerufen hat, konnte ich irgendwie nicht anders.

Diese Varianten sollen mit dem Schnitt möglich sein...ich war gespannt.
Am meisten hat mich die Aussage "Schickt mir mit eurer Bewerbung bitte keine Konfektionsgrößen, die interessieren mich nicht. Ich will eure Maße, denn der Schnitt richtet sich nur danach." begeistert.
Endlich mal nicht erklären müssen, dass in meinem Luxuskörper *hüstelhüstel* drei Kleidergrößen untergebracht sind - und vielleicht damit auch die Chance auf ein Kleidungsstück, dass auf Anbieb passt?? Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber den Mutigen gehört die Welt, also hab ich mich beworben - und bin tatsächlich ausgewählt worden. Juhu. Party...Okay, keine Party, hab keine Zeit, muss ja nähen...

Zu meinem Glück war am letzten Wochenende das superkalifragelistischexpialigetische "Alles Näht"-Event, bei dem ich Gelegenheit hatte, den Schnitt rauf und runter zu nähen.

Entstanden sind 3 Kleider und ein Shirt, die ich euch im Lauf der nächsten Wochen zeigen werde.
Weil der Schnitt aber grade frisch draußen ist und bis Dienstag, 14.6.16 superbillig (2,14 Euro) zu haben ist, dachte ich mir, ich blogge mal außertourlich am Wochenende, damit ihr die Chance habt, noch zuzuschlagen.

Und damit präsentiere ich euch die erste Variante, die ich heiß und innig liebe, auch wenn ich immer befüchten muss, dass meine Kollegen und Mitmenschen erblinden, wenn sie mich zu lange ansehen...


Steiles Teil, oder?!
Ich hab die Variante mit Taillenstreifen und 2 Abnähern von der Teile nach oben gewählt und bin hingerissen, wie gut alles passt.



Das alles passt, passiert mir ja wirklich selten...aber durch die Teilung kann ich alles auf die gewünschten Maße bringen.



Der Schnitt enthält eine Million Anpassungslinien, z.B. für eine figurbetonte und eine lockere Taille und auch Anleitungen wie man Abnäher verlegt oder verschiedene Größen verbindet.



Ich hör jetzt mal auf zu schwärmen und lass euch shoppen gehen ;)
Viel Spaß und viele schöne Nähstunden damit.


PS: Ab morgen, Montag, gibt es den Schnitt dann auch bei "Alles für Selbermacher", da können dann auch jene einkaufen, die direkt im Onlineshop bei Näähglück Schwierigkeiten haben, weil sie nicht in Deutschland wohnen.

Schnitt: Easy Summer von Näähglück
Stoff: Stoffkeller, Wien 1020
Verlinkt bei CiA - Create in Austria und heute zum allerersten Mal verlinkt bei (...ich bin gleich ein bisserl nervös...) Zeigt Neues, Näähglück